Rettungsschwimmer aus Bad Camberg mit sagenhaften Ergebnissen

Wer ins Schwimmbad geht, der denkt an ein paar mehr oder weniger sportlich geschwommene Bahnen. Vielleicht auch an eine Strecke von 1, 2 oder gar 3 Kilometer. Der denkt vielleicht aber auch nur an eine schöne Zeit mit Freunden oder den eigenen Kindern.
Ganz sicher aber nicht an trockene Nudeln, Bananen, Magnesiumtabletten, einen Schlafsack oder gar an ein Feldbett.
All das stand aber auf der Packliste als sich am Samstag den 07. Oktober 10 Schwimmerinnen und Schwimmer der DLRG Bad Camberg auf den Weg nach Gießen machten.
Dort fand das 24 Stunden-Schwimmen der DLRG Gießen statt.
Innerhalb dieser 24 Stunden kann jeder Teilnehmer so oft und so lange schwimmen, wie es die Kräfte zulassen. Übernachtet wird am Wettkampfort und Bananen und trockene Nudeln sind gut für die Muskeln.
Und die DLRG'ler aus Bad Camberg waren offensichtlich perfekt vorbereitet.
Am Ende der 24 Stunden standen 110,7 Kilometer auf dem Tacho.
Im Bad Camberger Freibad wären dies 4428 Bahnen.
Oder einfach mal von Bad Camberg nach Bonn geschwommen.
Angetreten waren die Rettungsschwimmerinnen und - Schwimmer in 2 Gruppen. Als "Orcas" traten Petra Behmenburg - 5 km, Michaela Schön - 4,8 km und Hana Baumfalk - 6,3 km an. Alle drei in den Doppelrollen als Mütter und Betreuer der Jugendgruppe "Haie".
Diese waren vertreten durch Lea Mertes, Lena Kersting, Emily Burbach, Anne und Sophie Baumfalk, Felix Schön und Tim Behmenburg.
Mit einer Gesamtleistung von 94,6 Kilometern sicherten sich die Haie den Sieg bei den Jugendgruppen unter 20 Jahren.Leider standen Emily Burbach und Anne und Sophie Baumfalk nicht für die vollen 24 Stunden zur Verfügung.
In der Altersklasse 15-17 weiblich, sicherten sich Emily Burbach mit 5,4 Kilometern den 6ten Platz. Lena Kersting belegte mit 18,1 Kilometern den 3ten Platz und Lea Mertes konnte mit 23,3 Kilometern auf dem 1ten Platz die gesamte Konkurrenz von 12 Schwimmerinnen aus ganz Hessen hinter sich lassen.
Bei den jüngeren ist die Einteilung der Platzierungen etwas komplexer, von daher soll hier auf die Auflistung verzichtet werden. Aber es waren auch hier Platzierungen unter den ersten Drei zu verzeichnen.
Sophie Baumfalk schaffte 5,3 und Anne Baumfalk 7,3 Kilometer. Beide waren erst am Sonntag morgen zur Mannschaft gestoßen.
Tim Behmenburg erreichte 17,2 und Felix Schön 18 Kilometer.
(18 Kilometer ist so ungefähr von Erbach nach Limburg, was heutzutage kaum noch jemand zu Fuß macht.)
Die Orcas sicherten sich mit 16,1 Kilometern den 7ten Platz unter 10 konkurrierenden Gruppen.Nach der Siegerehrung am Sonntag um 15:00 Uhr war für alle Teilnehmer schlafen angesagt.Aber alle sind sich einig: Im kommenden Jahr sind wir wieder dabei.Unser Dank gilt den Kameraden der DLRG Dornburg. Sie betreuten am Samstag unsere Jugendmannschaft und konnten sich mit der höchsten Durchschnittsleistung pro Schwimmer den Sieg in dieser Kategorie sichern.


Im Bild von Links nach Rechts:Lena Kersting, Sophie und Anne Baumfalk, Lea Mertes, Felix und Michaela Schön, Tim und Petra Behmenburg, Hana Baumfalk, es fehlt leider Emily Burbach